Die Inseln der Kanaren: Überblick, Lage und Unterschiede

Die Inseln der Kanaren bilden einen spanischen Archipel im Atlantik vor der Westküste Afrikas und bestehen aus acht bewohnten Hauptinseln: Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro und La Graciosa. Sie gehören zu Spanien und damit zur EU, liegen aber näher an Marokko als am spanischen Festland. Jede Insel hat ein eigenes Klima und Landschaftsbild.

Welche Inseln gehören zu den Kanaren?

Zu den Kanaren gehören acht bewohnte Hauptinseln. Sieben davon sind seit langem als offizielle Hauptinseln anerkannt, La Graciosa wurde 2018 als achte Hauptinsel bestätigt.

Der Archipel liegt im Atlantischen Ozean, rund 100 Kilometer westlich der marokkanischen Küste. Politisch bildet er eine der 17 Autonomen Gemeinschaften Spaniens mit zwei Hauptstädten: Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria.

Neben den bewohnten Inseln gehören mehrere kleine, unbewohnte Eilande zum Chinijo-Archipel nördlich von Lanzarote. Genaue geografische Angaben zur Region findest du im Beitrag Fuerteventura liegt wo? Lage, Koordinaten und Entfernungen.

Wie unterscheiden sich die Inseln der Kanaren?

Die Inseln der Kanaren unterscheiden sich vor allem in Größe, Landschaft und Klima. Die westlichen Inseln sind grün und bergig, die östlichen flacher, trockener und wüstenhafter.

Teneriffa ist mit dem Pico del Teide (3.715 Meter) die höchste Erhebung Spaniens. La Palma gilt wegen ihrer Wälder und Vulkane als besonders grüne Insel, während Fuerteventura und Lanzarote von Dünen, Lavafeldern und Stränden geprägt sind.

Diese Vielfalt entsteht durch das Alter der Inseln und den Passatwind. Ausführliche Daten liefert der Wikipedia-Artikel zu den Kanarischen Inseln.

Die acht Hauptinseln im Vergleich

Insel Fläche (km²) Hauptstadt/Ort Besonderheit
Teneriffa 2.034 Santa Cruz Höchster Berg Spaniens
Fuerteventura 1.660 Puerto del Rosario Lange Sandstrände
Gran Canaria 1.560 Las Palmas Klimatische Vielfalt
Lanzarote 846 Arrecife Vulkanlandschaften
La Palma 708 Santa Cruz de La Palma Sternenhimmel, Wälder
La Gomera 370 San Sebastián Lorbeerwald, Pfeifsprache
El Hierro 269 Valverde Kleinste der großen Inseln
La Graciosa 29 Caleta de Sebo Achte Hauptinsel seit 2018

Wo liegen die Inseln der Kanaren genau?

Die Inseln der Kanaren liegen im Atlantik zwischen etwa 27° und 29° nördlicher Breite, auf Höhe der marokkanischen und westsaharischen Küste. Der Archipel erstreckt sich über rund 500 Kilometer von West nach Ost.

Fuerteventura und Lanzarote sind die östlichsten und liegen dem afrikanischen Festland am nächsten. El Hierro markiert den westlichsten Punkt und galt in der Antike als Ende der bekannten Welt.

Durch diese Lage herrscht ganzjährig mildes Klima. Wie warm es konkret wird, zeigen die Beiträge zu den Temperaturen im Oktober auf Fuerteventura und zum Wetter auf Fuerteventura im September.

Welches Klima haben die kanarischen Inseln?

Die kanarischen Inseln haben ein subtropisches Klima mit milden Wintern und warmen, trockenen Sommern. Die Durchschnittstemperaturen liegen ganzjährig zwischen etwa 18 °C im Winter und 26 °C im Sommer.

Der Nordostpassat sorgt für Wolkenbildung an den Nordhängen der Gebirgsinseln. Deshalb sind Nord- und Südseite oft sehr unterschiedlich: Der Norden Teneriffas ist grün, der Süden trocken und sonnig.

Die östlichen Inseln Fuerteventura und Lanzarote erhalten am wenigsten Niederschlag und gelten als die sonnigsten des Archipels. Meteorologische Daten stellt der spanische Wetterdienst AEMET bereit.

Welche Insel der Kanaren passt zu welchem Urlaub?

Für Strandurlaub eignen sich Fuerteventura und Gran Canaria, für Wandern La Palma und La Gomera, für Ruhe und Naturerlebnis El Hierro und La Graciosa. Teneriffa und Lanzarote bieten eine Mischung aus beidem.

Wer lange Sandstrände und Wind zum Surfen sucht, ist auf Fuerteventura richtig. Wanderfreunde finden auf La Palma tiefe Schluchten und den Nationalpark Caldera de Taburiente.

Familien schätzen die gute Infrastruktur auf Gran Canaria und Teneriffa. Ruhesuchende reisen nach El Hierro, das seinen Strom weitgehend aus erneuerbaren Quellen gewinnt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viele Inseln haben die Kanaren?

Die Kanaren bestehen aus acht bewohnten Hauptinseln: Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro und La Graciosa. Dazu kommen mehrere kleine, unbewohnte Eilande des Chinijo-Archipels. La Graciosa wurde 2018 offiziell als achte Hauptinsel anerkannt und war zuvor Lanzarote zugeordnet.

Zu welchem Land gehören die Inseln der Kanaren?

Die Inseln der Kanaren gehören zu Spanien und bilden eine der 17 Autonomen Gemeinschaften des Landes. Damit sind sie Teil der Europäischen Union, jedoch mit steuerlichen Sonderregelungen. Geografisch liegen sie vor der Küste Afrikas, rund 100 Kilometer westlich von Marokko, und damit deutlich näher an Afrika als am spanischen Festland.

Welche der kanarischen Inseln ist die größte?

Teneriffa ist mit rund 2.034 Quadratkilometern die größte der kanarischen Inseln, gefolgt von Fuerteventura mit etwa 1.660 Quadratkilometern und Gran Canaria mit rund 1.560 Quadratkilometern. Auf Teneriffa steht mit dem Pico del Teide auf 3.715 Metern zugleich der höchste Berg Spaniens.

Welche Insel der Kanaren ist am wärmsten?

Fuerteventura und Lanzarote gehören zu den wärmsten und sonnigsten Inseln der Kanaren, da sie am wenigsten Niederschlag erhalten und dem afrikanischen Festland am nächsten liegen. Die Temperaturunterschiede zwischen den Inseln sind gering, doch die östlichen Inseln bleiben durch ihre trockene Lage besonders beständig sonnig.

Fazit

Die Inseln der Kanaren bieten auf kleinem Raum eine große Bandbreite: von grünen Bergwäldern bis zu Wüstenlandschaften und langen Stränden. Wer die Unterschiede kennt, wählt gezielt die Insel, die zum eigenen Urlaub passt. Vergleiche die acht Hauptinseln und plane deine Reise – auf unserem Blog findest du für Fuerteventura alle Details zu Klima, Lage und besten Reisezeiten.